Warum ich nicht stille – Part 2

Ich bin total überrascht und begeistert über die Reaktionen auf meinen Beitrag zum Thema nicht stillen. Ich hätte nie mit eine so positiven Resonanz gerechnet und bin froh, meine Gedanken und Gefühle mit euch geteilt zu haben. Lange habe ich überlegt, ob ich diesen Beitrag schreiben soll. Als ich ihn dann geschrieben hatte, habe ich noch länger überlegt, ob ich ihn veröffentliche. Heute bin ich froh, dass ich es gemacht habe.

Jede Frau, die selber Mutter ist kann vielleicht nachempfinden wie man sich in dieser Situation fühlt, wenn es mit dem Stillen einfach nicht klappt. Es sieht immer so einfach aus und die Natur hat es so vorgesehen. Aber trotz allem funktioniert es einfach nicht bei jeden, auch wenn man noch so gerne möchte. Jetzt fast 5 Monate später, denke ich mir schon, was wäre gewesen, wenn ich es doch weiter versucht hätte, habe ich vielleicht zu schnell aufgegeben oder war ich einfach nicht stark genug? Aber was tun, wenn Mama einfach keine Milch mehr produziert. Ist es der richtige Weg, wenn man künstlich nachhelfen muss? Ich hoffe, dass ich mit meinem Beitrag einigen Mamas oder werdenden Mamas Mut machen konnte. Ihr seid keine schlechte Mutter, nur weil ihr euer Baby nicht still. Aus welchem Grund auch immer, weil ihr nicht wollte oder weil ich nicht könnt. Solange euer Baby was zu essen bekommt und ihr euch beide oder die ganze Familie damit wohl fühlt, ist das alles vollkommen in Ordnung. Seid mit euch im Reinen und fühlt euch wohl in eurer Haut. Denn es gibt nichts Schlimmeres als eine frisch gebackene Mami die sich nicht wohl in ihrer Haut fühlt. Das Baby merkt das und dann geht es euch beiden nicht gut in der Situation. Lass euch nicht unter Druck setzen und lass euch schon gar nicht irgendwas einreden.

Ganz wichtig sind Menschen die euch Lieben, die euch unterstützen, euch das Gefühl geben, egal was ihr tut, ihr tut das richtige und voll und ganz hinter euch stehen. Achtet bei der Suche nach einer Hebamme darauf, dass ihr euch wohl fühlt und sie euch Sympatisch ist. Natürlich ist Muttermilch, das Beste für’s Kind. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, dass eure Kinder diese Milch bekommt. Fühlt euch wohl und liebt euer Baby egal ob an der Brust oder an der Flasche. Alle reden immer über die Stillbeziehung. Ich habe zu meinem Baby bestimmt eine genauso so gute Beziehung, wie eine Mama die stillen. Mir geht es mit meiner Entscheidung nach wie vor gut und ich bin absolut zufrieden. Mittlerweile haben wir mit der Beikost angefangen und sie liebt es Mittags ihren Brei zu bekommen.

Wie war es bei euch? Habt ihr gestillt oder habt ihr die Flasche gegeben?
Wenn ihr mögt erzählt mir gerne eure Still- oder Nichtstillgeschichte.

 

13 Kommentare

  1. Es ist schön zu lesen wie es bei anderen mit dem stillen klappt oder auch nicht. Ich finde es toll ehrlich darüber zu reden.
    Wir haben auch so unsere Probleme beim stillen gehabt.
    Es sah zuerst alles sehr gut aus. Die Milch schoss ein und das noch wärend unserer Zeit im KH. Die Schwestern waren mehr als hilfsbereit und zeigten uns wie es geht.
    Zu Hause jedoch war alles anders. Unser kleiner Mann schrie weil er Hunger hatte. Immer wieder legte ich ihn an um ihm die Brust zu geben. Nur er schaffte es nicht ein Vakuum zu saugen und so an der Brust zu bleiben. Wir erinnerten uns daran was die Schwestern im KH gesagt hatten, zur Not wenn mal was nicht klappt könnte man die Milch auch auf einem kleinen Löffel einflößen. Nicht lang überlegt, haben wir das ganze in die Tat umgesetzt. Wir waren froh, dass unser Sohn wenigstens über diesen Weg Muttermilch aufnehmen konnte.
    Am Tag darauf kam meine Hebamme vorbei. Sie hat uns beobachtet beim (versuchen zu) stillen. Nach einiger Zeit meinte sie, ich hätte zu viel Milch und durch die pralle feste Brust könne mein Baby mit seinem noch so kleinen Mund nicht richtig saugen. Eine Lösung musste her. Ich sollte versuchen die MuMi so weit auszustreichen bis sich die Brust etwas weicher anfühlt. Also ging es ab ins Bad und ich habe versucht die MuMi auszustreichen. Sehnsüchtig wurde ich von unserem kleinen Mann erwartet und siehe da, das stillen klappte. Einmal angesaugt wurde so schnell nicht wieder los gelassen. Ich war unendlich glücklich darüber das ich meinem Baby endlich das geben konnte was er brauchte. So habe ich die ersten zwei Monate gestillt.
    Doch mit dem ersten behobenen Problem kam das nächste. Noch überglücklich darüber das mein Baby genügend Milch trinken konnte stellte ich fest das plötzlich mein T-Shirt an der anderen Brust föllig durchnässt war -MuMi floss unaufhaltsam einfach raus.
    Sobald also mein sohn zu saugen anfing, machte meine andere Brust was sie wollte und schoss nur so die MuMi raus. Auch hier musste eine Lösung her!
    Man nehme, eine Seite das Baby zum saugen an die Brust. Auf die andere Seite ein Glas oder eine Flasche und lasse die überschüssige MuMi einlaufen.
    Die Folge war 10 ml. Pro Minute die mein Baby an der anderen Seite saugte. Pro Stillen die ich ihn anlegte hatte ich 60-150 ml MuMi aufgefangen.
    Ich war glücklich darüber so viel MuMi zu haben und gleichzeitig unglücklich darüber das ich nur zuhause in stillen könnte weil wie würde das aussehen irgendwo in der Stadt auf einer Bank zu sitzen sein Baby zu stillen (bis hier hin ein föllig normales bild) und dabei unter der anderen Brust ein Glas oder eine Flasche zu halten und die Milch auf zu fangen.
    Ich habe es trotzdem irgendwie hin bekommen. Mit unzähligen Stilleinlagen und mit der Zeit brauchte ich auch kein Glas mehr drunter halten weil es sich einstellte (zu dieser Zeit war unser Baby schon 4-5 Monate alt)

    Heute weiss Ich, dass wenn wir ein zeites Kind bekommen und ich genau so viel MuMi habe, ich diese Spenden werde. Leider bin ich damals nicht drauf gekommen sie zu spenden. Ich habe sie damals nur eingefroren und als Reserve aufgehoben und teils als Badezusatz ins Badewasser gegeben.

  2. da ich selber nicht Mama bin, also auch nicht stille, kann ich nur von Erfahrungen bei meiner Schwester berichten … sie hat beide Kinder gestillt, was nicht immer elicht war. ohne Beikost wäre das nicht gegangen!

    am Ende macht man sicherlich am besten das, was gut fürs Kind ist 🙂
    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

  3. Ich habe schon deinen ersten Beitrag gerne gelesen! Also ich habe immer nur wenige Wochen stillen können und musste relativ rasch zufüttern … und konnte dann irgendwann nicht mehr stillen. Ich hatte damit gar kein Problem und das Verhältnis zu meinen beiden Kleinen, könnte nicht intensiver sein. Aber ich wurde von vielen deshalb verurteilt und schlecht gemacht (obwohl ich hat nichts dafür konnte). Schlimm wie andere hier urteilen, obwohl sie keine Ahnung haben.

    Liebe Grüße
    Verena

  4. Ich selbst bin ja noch keine Mama aber ich kann dich sehr gut verstehen.
    Wichtig ist ja das es euch beiden dabei gut geht, wenn dies nicht der Fall ist sollte man es auf jeden Fall lassen. Super das du dieses Thema öffentlich ansprichst. 🙂

    Liebste Grüße Tamara
    FASHIONLADYLOVES

  5. Ich bin zwar selber keine Mutter, habe jedoch in meiner Familie auch schon oft die Situation gehabt, dass nicht gestillt wurde. Und ich finde, dass es jeder Frau selber überlassen ist, ob sie damit klar kommt und es funktioniert oder eben nicht. Solange es dem Baby gut geht und es die Nahrung bekommt, die es braucht, ist doch alles super 🙂

    Liebe Grüße,
    Sophia

  6. Was soll man tun, wenn die Milch nicht reicht, war bei meiner ersten Tochter auch so,Bei meinen anderen beiden hatte ich Milch im Überfluss und musste ständig abpumpen. Es ist halt nicht bei jedem Kind gleich, ich merke auch keinen Unterschied bei meinen Kindern. Sie sind alle wohl geraten, was will man mehr.
    Man sollte sich bei solchen Dingen von niemandem reinreden lassen.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  7. Ich stille aber gebe einmal am Abend eine Flasche Pre. Leider schläft sie sonst nicht gut, da meine Milch wohl abends zu dünn ist. Kann es verstehen dass man darüber nachdenkt wenn es nicht geklappt hat. Mache mir ja jetzt schon Gedanken. Aber wenn es nicht klappt, dann geht es halt nicht anders. Mach dir keine Vorwürfe.

    Liebe Grüße

    Annika
    http://www.fashiontravelstar.com

  8. Den ersten musste ich zufüttern, da meine Milch meiner Maus nicht gereicht hat. Doch dann hat sich das Ganze eingependelt und seit dem stille ich voll. Seit kurzer Zeit haben wir auch mit Beikost angefangen😊

  9. Ich hab nicht gestillt. Meine Schwangerschaften war so anstrengt das ich froh war wie alles rum war. Durfte bei der zweiten Schwangerschaft sechs Monate nicht aufstehen. Höchsten aufs Klo durfte ich mehr nicht. Deswegen hab ich mich gegen das stillen entschieden

  10. Huhu!
    Bei mir war es leider so, das mir dazu geraten wurde nicht zu stillen. Ich muss auf Grund einer Krankheit Tabletten nehmen. Versucht hätte ich es gerne, aber ich finde es auch gut so wie es bun Ist bzw war.
    Liebe Grüße Sabrina

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