Vorlesen

Vorlesen und lesen muss ein Teil jeder Kindheit und Jugend sein. Nach einer Studie lesen ein drittel aller Eltern ihren Kindern gar nicht oder wenig vor. Jeder fünfte Junge und jedes siebte Mädchen hat mit 15 Jahren Schwierigkeiten beim lesen und schreiben. Oft beginnen solche Probleme schon in der ersten Klasse, wobei die Art und Weise, wie Kinder in der Schule lernen umstritten ist. Das muss doch nicht sein, vorlesen ist so wichtig für Kinder. Nicht nur dass es einen positiven Effekt auf die Entwicklung des Kinder hat, es fördert auch die Sprach- und Konzentrationsfähigkeiten. 

Schon im ersten Lebensjahr sind Bücher so wichtig 

Kinder brauchen Unterstützung, Hilfe und Anregungen. Wenn das Kind nicht zum Buch kommt, muss das Buch zum Kind kommen. Woher sollen Kinder auf Bücher aufmerksam werden, wenn Eltern keine kaufen oder leihen. Schon in der frühen Kindheit, ja sogar schon im ersten Lebensjahr kann man Kindern Bücher schmackhaft machen. Es fängt an mit kleinen Büchern, meistens haben sie nur wenig Seiten und es ist nur ein Motiv drauf zu sehen. Das Kind sollte nicht überfordert werden, man sollte auf das Verhalten achten. Wirkt das Kind bei einem Buch konzentriert, sollte man es nicht stören und mit dem Buch in Ruhe lasse. Oft können sie sich sehr gut alleine damit beschäftigen. 

Kann man Lesen vererben?

Ich weiß nicht ob man er wirklich vererben kann, aber ich kann ein gutes Vorbild sein, in dem ich anfange meinem Kind vorzulesen, ihmBücher zeigen und die Aufmerksamkeit immer wieder in die Richtung der Bücher lenke. Wir haben einen Haufen Bilderbücher und auch schon eine Menge Vorlesebücher. Die meisten davon sind von aus meiner eigenen Kindheit. Meine Mutter und ich sind noch heute absolute Leseratten, als Kind hatte ich immer viele Bücher und ich finde man kann nie genug Bücher haben. Ich lese noch heute lieber ein gutes Buch, als vor dem Fernseher zu sitzen und mir irgendwelche Sendungen anzuschauen. Seit der Geburt meiner Tochter fehlt mir leider die Zeit und auch die Muße mich hinzusetzen und ein Buch zu lesen. Es gibt einfach immer etwas anderes zutun. Dabei ist lesen so wichtig. Man verbessern seine eigenen Aussprache und sein Sprachschatz mit jedem Buch was man liest auf. Jedes Buch macht einen immer etwas schlauer und man lernt etwas dazu. Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

Vorlesen im hektischen Alltag

Viele Eltern sagen, dass sie es im hektischen Alltag nicht schaffe ihrem Kind regelmäßig vorzulesen. Dabei ist das Vorlesen so wichtig, es fördert das soziale Empfinden und Verhalten. Es regt bei Kindern die Fantasie an und hilft ihnen über den Tellerrand hinauszuschauen. Ein Bilderbuch ohne ein geschriebenes Wort, lässt ein Kind seine eigenen Geschichte erzählen. Es kann sich zu den Bilder seine eigenen Gedanken machen, die Figuren so handeln lassen wie sie möchten und die Erzählung selber gestallten. In der Entwicklung eines Kindes, spielt die Fantasie ein entscheiden Rolle. 

" Du hast ja eine Fantasie "

Und genau das ist auch gut so. Denn Fantasie, bezeichnet die kreativen Fähigkeiten, nicht nur von Kindern sondern auch von Erwachsenen. Vorlesen und lesen, regt die Fantasie an. Eine Geschichte kann jeder anders versteh und auffassen. 

Mit täglichen Ritualen das Vorlesen in den Alltag einbringen

Wir als Eltern, Erzieher, Babysitter, Großeltern, Tante oder Onkel, egal wer wir sind, können ein Kind das Vorlesen nahe bringen und es als Ritual in den Alltag einbringen. Jeden Abend eine Geschichte zum einschlafen vorlesen, oder beim Baden ein Buch lesen. Am Morgen mit dem großen Wimmelbuch im Bett sitzen und „ich sehe was was du nicht siehst“ spielen. Bei Oma und Opa immer wieder das selbe Buch vorlesen oder bei der Tante in der Ferne immer ein kleines Pixibuch geschenkt bekommen. Egal wie wir Bücher in den Alltag von Kindern einbringen, die Hauptsache ist es, dass wir es tuen. Das wir Bücher als etwas tolles und wichtiges Ansehen und Kindern nicht erst in der Schule das Lesen aufzwingen. Denn wenn sie unter Druck geraten und das Gefühl haben, dass sie lesen müssen, haben sie keinen Spaß dran. Dann wird es zu einer Last, es wird schwierig. 

Die Deutsche Bahn Stiftung und die Stiftung Lesen leben seit 1996 eine aktive Partnerschaft und setzen gemeinsam Projekte für die Leseförderung um.

Stiftung Lesen

Lesetipp
Honigmäulchen – ein ganz besonderes Kinderbuch mit Gewinnspiel


13 comments

  1. Du sprichst mir aus der Seele! Ich finde auch, dass Lesen, Vorlesen und Bildeebuch schauen eins der schönsten Dinge ist, die man alleine oder mit seinen Kindern gemeinsam genießen kann. Auch bei uns haben wir noch ganz viele Kinderbücher aus meiner eigenen Kindheit. Schon meine großen Jungs sind damit aufgewachsen und sitzen nun gerne mjt dem kleinen Bruder im Wohnzimmer und gucken sich gefühlt stundenlang Wimmelbücher an.

    Lieben Gruß
    Diana von https://diymutter.de

    P.S.: Ich habe grade auch erst einen Artikel über das medienfreie Aufwachsen geschrieben, den hab ich im Website Feld verlinkt.

  2. Liebe Anja,

    bei uns gehören Bücher von Geburt an fix in den Familienalltag! Wir lesen den Kindern täglich eine Gute-Nacht-Geschichte vor und auch tagsüber wird viel gelesen. Meine Große kann seit ein paar Monaten selbst lesen und verschlingt seitdem Bücher. Ich finde das für die Entwicklung sehr wichtig!

    Toller Beitrag!
    lg
    Verena

  3. Vorlesen ging bei uns schon im Babyalter los und wurde solange gemacht, bis die Jungs selbst lesen konnten. Vererben finde ich jetzt kann man es nicht, denn es ist ja kein Gen oder so, aber ein Vorbild sein und immer Bücher da haben, die die Fantasie anregen und die Neugierde wecken, da kann man schon. Es gibt erstaunlich viele Kinder, die KEINE Bücher zu Hause haben. Schon traurig. Es gibt auch immer noch viele Analphabeten. Und das Lese-Verständnis wird in den Schulen nicht mehr richtig gefördert. So Schade.

    Deshalb muss ganz viel passieren. Und das wird es, da bin ich mir sicher.

    Lieben Gruß, Bea.

  4. ich finde die Frage ja sehr schön und interessant, ob man Lesen vererben kann 😉
    ich denke nicht, aber man kann es eben bei- und weitergeben!

    mein Pa hat uns früher immer zur Gute Nacht vorgelesen – ich habe es geliebt und das hat auch sehr geprägt 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

  5. Vorlesen find ich total wichtig und hab das bei meinen Neffen eigentlich immer gemacht, wenn ich sie denn mal gesehen habe.

    Ich merke allerdings, dass ihnen das zu Hause gefehlt hat. Sie tun sich leider wahnsinnig schwer beim sinnerfassend lesen. Dabei ist dass doch so wichtig.

    Alles Liebe,
    Julia
    https://www.missfinnland.at

  6. Liebe Anja,

    ich finde Vorlesen auch so wichtig und meine kleinen Neffen finden es so toll; das ich ihnen ständig etwas vorlesen soll. Ich denke nicht, dass man es vererben kann, aber ein gutes Vorbild kann man eben allemal sein, wie du schon sagst.

    Liebst, Elisa

  7. Ich finde Lesen/Vorlesen auch sehr wichtig und habe mir für meine Kinder fest vorgenommen, dass das ein wichtiger BEstandteil unseres Alltags wird. Aber man sollte auch akzeptieren, wenn jemand vllt etwas wilder ist und keine Geduld hat zum Lesen lange still zu sitzen. So war es zB bei meiner Schwester. Meine Mutter hat immer Bücher angeboten und manchmal hat sie reingeschaut, oft aber auch nicht.
    Liebe Grüße,
    Emilie von LA MODE ET MOI

  8. Find ich super. Lesen ist für Kinder suuper wichtig und einer der Besten Medien um die eigene Kreativität zu fordern und fordern.
    Da lohnt es sich, mehr als nur eine Gute Nacht Geschichte vorzulesen.
    Liebe Grüße,
    Tama <3

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